Vor dem Kauf

1.Vor dem Kauf 6.Versorgung 11.Abgabealter
2.Unterbringung 7.Kosten 12.Kinder
3.Rund um den Käfig 8.Nagetrieb 13.Andere Haustiere
4.Lautstärke 9.Verletzungsquellen  
5.Sauberkeit 10.Naturbrut od. Handaufzucht  
     


Vor dem Kauf
Jeder, der sich ein Haustier zu legen möchte, sollte sich dessen großer Verantwortung bewust sein! Daher sollte man sich vorher ausreichend über die gewünschte Tierart informieren. Viele Informationen bekommt man über die entsprechende Fachliteratur. Aber am besten Informiert man sich über Webseiten oder Foren, wo man erfahrende Halter findet.


Unterbringung
Ein Paar benötigt mindestens einen Käfig der Maße von 1m x 0,50m x 0,50m BxHxT zur Unterbringung, wo sie schlafen und essen können. Aber - je größer desto besser! Die Unterbringung muss für jedes weitere Paar um mindestens 25% größer sein. Auch benötigen sie täglichen Freiflug. Dabei kommt es auch ausserhalb der Unterbringung zu Schmutz durch Kot und kann auch zu Schäden an Türen oder Mobilar führen, da sie gerne nagen. Sind Sie bereit dies in Kauf zu nehmen?


Rund um den Käfig
Ein Käfig kann nie groß genug sein. Die im Fachhandel angebotenen Käfige, sind meiner Meinung nach, nicht geeignet, da sie meist nicht die Mindesmaßen wieder geben. Am besten baut man selber. Hierfür eignen sich, meiner Meinung nach, am besten unbeschichtete feste Materialien wie Aluminium und Edelstahl. Oder, wer hat, ein Vogelzimmer - das wäre natürlich das idealste. Auf Rundkäfige ist, alleine schon von Tierschutzgesetz, zu verzichten!
Der Kafig sollte mit unterschiedlich, dicken Naturästen so eingerichtet sein, dass sie von einem zum anderen Ast fliegen müssen. Ebenso sollten die Äste etwa in Augenhöhe angebracht sein, jedoch nicht so dicht unter die Decke, damit sie noch aufrecht sitzen können. Auch sollten immer genug Äste zum schreddern vorhanden sein. Spielzeug, in Form von Naturholz und Seilen aus zb Sisal, sind eine gute Abwechslung. Alles was aus Plastik, insbesondere ein Plastikvogel, und Spiegeln ist, hat im Käfig nichts zu suchen!!
Agaporniden benötigen Schlafkästen oder Schlafbrettchen. Schlafkästen sind rundum geschlossen, nur die Front ist offen. Aber vorsicht - diese könnten(muss nicht) auch zum Brüten annimieren. Es empfield sich,um Streitigkeiten und Rangordnungskämpfe zu vermeiden, immer mehr Schlafkästen oder Bettchen als Paare vorhanden sind, an zu bieten.
Weiter gehören ausreichend Futter - und Wassernäpfe, so wie Badeschalen, in den Käfig. Welche aus Edelstahl sind zu bevorzugen, da sie robust und leicht zu reinigen sind. Sie sind so an zu bringen, dass sie nicht vollgekotete werden. Als Einstreu kann man Sand oder Buchengranulat verwenden. Jedoch muss man bei der Verwendung von Granulat zusätzlich Grit reichen. Dies ist im Sand bereits enthalten und ist für die Verdauung notwendig.
Der Käfig sollte an einer Stelle mit viel Licht auf gestellt werden. Jedoch sind direkte Sonnenstrahlen und Zugluft zu vermeiden. Wählt mal eine eher dunkle Ecke, so empfield es sich auf Tageslichtlampen, die das Sonnenspektrum wieder geben, zurück zu greifen. Hierzu gibt es entsprechende Vogellampen im Fachhandel.


Lautstärke
Agaporniden besitzen eine enorme Lautstärke. Teils mit einer Tonlage, die ich als schrillen Ton bezeichnen möchte, welcher nicht unbedingt etwas für empfindliche Ohren ist. Um sich da von mal ein Bild machen zu können, wäre es ratsam mal bei einem Züchter vorbei zu schauen um sich das an zuhören. Aber ich möchte auch sagen, dass ein gehaltenes Paar durchaus auch ruhig sein kann, welches sich natürlich mit jedem weiteren Paar ändert. Meine haben Phasen wo sie durchaus auch mal Tage lang, von Morgens bis Abends in einer Tour durch schnaddern - mal angenehm an zu hören, mal auch Ohrenbetäubend.


Sauberkeit
Hier fällt, je nach Anzahl,eine gewisse Menge an Dreck an. Wobei ich sagen möchte, dass auch bereits ein Paar viel Drecken machen kann. Dieser Dreck besteht aus Futterresten, Kot, Federn und Federstaub so wie auch aus geschredderten Ästen. Dieser Dreck befindet sich nicht nur innerhalb des Käfigs, sondern auch, teils weiträumig, ausserhalb des Käfigs. Gerade was die Federn und den Federnstaub angehen, ist es hier ratsam vorher einen Allergietest durch führen zu lassen. Sind sie bereit dies in Kauf zu nehmen?
Um dies mal deutlich zu machen, habe ich mal einen Tag nicht gesaugt. Dieser Dreck ist von 5 Agaporniden.



Versorgung
Die Tiere benötigen täglich frisches Wasser und Futter. Auch muss die Unterbringung regelmäßig gereinigt werden. Auch kann es passieren, dass das Tier mal zum Tierarzt muss. Können Sie dieses sicherstellen, wenn sie mal in den Urlaub fahren?


Kosten
Zu den Kosten zählen nicht nur die Anschaffung des Tieres und des Kafig/Voliere sondern auch das Futter (Körnerfutter, Obst und Gemüse) so wie und insbesonders die Tierarzt kosten. Hier ist nicht die Rede von einmal anfallenden Kosten sondern von, gerade wenn das Tier eine dauerhafte Erkrankung hat, laufenden Kosten, die durchaus ins unermessliche gehen können. Sind Sie bereit diese zu tragen?


Nagetrieb
Agaporniden besitzen einen enormen Drang, alles an zu nagen. Türen, Schränke, Kabel usw. Eigentlich so ziemlich alles was man in einer Wohnung vorfindet. Sind Sie bereit solche Schäden in Kauf zu nehmen?


Verletzungsquellen
Beim Freiflug landen sie auch schon mal gerne am Kabel einer Lampe. Sind Sie bereit sämtliche offen liegende Kabel (zb von Hängelampen) so zu Verkleiden/Verlegen, dass keine Verletzungsgefahr (Stromschlag) besteht?
Auch kann es passieren, dass sie mal hinter einem Schrank landen. Sind Sie bereit solche Gefahren, durch Verschließen, zu beseitigen?
Oft passiert es, dass sie gegen das Fenster fliegen (weil sie es nicht sehen). Sind Sie bereit das Fenster so zu gestalten(Gardiene od. Aufkleber) das sie es wahr nehmen?
Die meisten Zimmerpflanzen sind giftig. Sind Sie bereit auf diese zu verzichten?


Naturbrut od. Handaufzucht
Ich möchte dringends vom Kauf einer Handaufzucht abraten!! Die Jungen werden, wenn nicht bereits schon als Ei, den Eltern weg genommen. Das heist, dass sie keine Sozialisierung durch die Eltern bekommen und somit, früher oder später, zu Problemvögeln (Schreier, Rupfer, gesundheitliche Schäden usw) werden.


Abgabealter
Ab der 8ten Woche sind Agaporniden Futterfest (selbständiges Fressen) und können daher von den Elterntieren getrennt werden. Kaufen Sie daher nie ein Tier welches jünger ist! Wenn der Vogel noch nicht futterfest ist, so müssen sie ihn fütter. Die sogenannte Handaufzucht. Dabei kann man dem Vogel enormen Schaden zufügen, welches unter Umständen zum Tod führt. Sowas gehört nicht in Anfängerhänden!


Kinder
Ganz klar - Vögel sind keine Kuscheltiere!! Für ältere Kinder, die Spass und Freud an der Beobachtung haben, sind sie durch aus geeignet. Jedoch liegt die Verantwortung letztendlich immer noch beim Erwachsenen!


Andere Haustiere
Wer Katzen oder Hunde hält, muss besonders aufpassen. Katzen springen gerne auf den Käfig um nach ihnen zu "angeln" und Hunde besitzen einen Jagtrieb, welches beim Freiflug gefährlich werden kann.


Fehlen Ihnen hier noch Informationen, oder haben Sie Fragen zu den hier genannten Infos? Dann nutzen Sie bitte dazu das Kontaktformular unter "Kontakt". Vielen Dank.
©Sonja Nohl
www.sonnys-agaporniden.de
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