Krankheiten
Vögel
versuchen Krankheitssymptome zu verstecken, da sie
sonst leichte Opfer von Raubtieren wären. So
ist es in der Natur und hält sich in Menschenobhut
aufrecht. Deshalb werden Erkrankungen meist erst zu
spät erkannt.
Daher sollte gelten "Lieber einmal mehr den Tierarzt
besuchen als zu wenig". Einmal zu wenig kann
fatale Folgen haben.
Alle hier aufgelisteten Erkrankungen basieren, zusammengetragen,
aus Informationen über das Internet und aus Fachliteratur.
Bitte beachten Sie, dass dies keinen Besuch bei einem
vogelkundigem Tierarzt ersetzt. Diese Informationen
sollen lediglich eine Hilfestellung zu den angegebenen
Krankheiten geben.
Aspergillose
Infektion mit Schimmelpilzmykose (Aspergillus fumigatus,
Aspergillus flavus und Aspergillus niger, Aspergillus
glaucus). Ziemlich alle Vogelarten können daran erkranken. Am häufigsten bei Papageien, Kakadus, Amazonen
und Aras.
Die Infektion erfolgt durch Inhalation von Pilzsporen.
Die Pilze vermehren sich im, beziehungsweise auf dem
Gewebe des Atemungstraktes. Im fortgeschrittenem Stadium
kann sich dies auch auf andere Organe ausbreiten. Überwiegend, aber auch durch andere Nüsse,
durch die Fütterung von Erdnüssen. Diese
sind meist mit Pilzsporen kontaminiert.
Infektion durch:
schlechtes Futter
Wände - feuchter Räume (z.B. Keller, Dachböden)
oder in Blumenerde, Erde Torf etc
Wird aufgenommen über die Atemwege
Ursache:
Stress - jeglicher Art
Mangelernährung - besonders Vitamin-A-Mangel
Unterernährung
Antibiotikabehandlung
Symptome:
nicht eindeutig und können verschiedene Formen
annehmen.
Die Aspergillose (Schimmelpilzerkrankung) ist eine
chronische Erkrankung.
Akuter und chronischer Verlauf der Krankheit.
Meist sind es die akuten Symptome wo sich z.B Pilzrasenstücke
lösen und die Luftwege versperren und es dadurch
zu Atemnot kommt.
Akuter Verlauf:
häufig bei Jungtieren
Atemstörungen
Verlust der Stimme
keinen Appetit
fressen kaum
sterben innerhalb weniger Tage
Chronischer
Verlauf:
verläuft schleichend und wird zuerst nicht bemerkt
nach kurzen Flugstrecken - Atemprobleme
die Brustmuskulatur bildet sich zurück
weniger lebhaft - schlafen viel
vermehrtes Gähnen
ständige Kropfentzündungen
Schnupfen und Durchfall.
Behandlung:
Bei Verdacht unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt
aufsuchen.
Ein Röntgenbild sollte gemacht werden.
Unabdingbar sind die Haltungs- und Fütterungsbedingungen
zu optimieren! Ebenso sollte ein Ergänzungsfuttermittel
(z.B. Korvimin ZVT) gereicht werden.
Weiter ist auf genügend Luftfeuchtigkeit(mind.
60%) und auf Luftaustausch zu achten. Im heimischen
Wohnzimmer liegt die Luftfeuchtigkeit meist zwischen
30-50%.
Auf Futter wo Nüsse enthalten sind ist zu verzichten.
Hier sollte nach geeignetem Futter ohne Nüsse
geschaut werden!
Zusätzlich sollte Vitamin A, über das Trinkwasser,
zur Regeneration des Epithels der Atemwege gegeben
werden. Eine Überdosierung ist zu vermeiden!
Unbehandelt führt Aspergillose, früher oder
später zum Tode.

Augentomore
Wellensittiche sind die am meisten betroffene Art,
aller Sittich,-Papageienarten.
Auftreten:
Augäpfeln und Augenlidern
an der Nickhaut
oder den Tränendrüsen.
Es sind verschiedene Tumorarten.
Symptome:
Reizungen an der Hornhaut
Auge wird an den Schwellungen gerieben.
Augapfel tritt vor - der Vogel erblindet.
Behandlung:
Der Gang zu einem vogelkundigem Tierarzt ist nötig.
Dieser stellt eine tatsächliche Diagnose.
Chirurgische Entfernung bei äußerlichen
Tumoren - z.B. der Nickhaut - möglich. Jedoch
sind innere Tumore und Metastasen nicht entfernbar.
Hier kommen, die Halter, meistens nicht an der Überlegung
vorbei, den erkrankten Vogel, von seinem Leid, zu
erlösen
 Augenverletzungen
Ursache:
Flugunfälle
Fremdkörper - z.B. Sandkörner
Bisswunden - Artgenossen oder andere Haustiere.
Reiben, mit dem Auge, an scharfen Kanten, oder ähnlichem.
Symptome:
Augenrötungen oder Schwellungen
verkleben des Auges
Hornhautverletzungen und Blutungen
Verletzungen und Abriss der Iris oder Linse - führt
zum eingeschenkten Sehvermögen
Behandlung:
Ursache Fremdkörper:
Erfahrene Halter: mit einem weichen Tuch und lauwarmen
Wasser diesen, durch vorsichtiges Auswaschen, selber
entfernen.
Bei den anderen, oben genannten Verletzungen, sollte
der Vogel sofort zum Tierarzt gebracht werden. Dieser
kann dann das Auge/die Augen mit Spülungen und
Medikamenten behandeln oder gar, wenn nötig,
operieren. Bis zur Ausheilung ist auf größtmögliche
Hygiene zu achten. Auch das Immunsystem ist durch
Vitamine und Mineralien zu unterstützen. Wenn
Artgenossen oder ein anderes Haustier diese Verletzung
verursacht hat, so sollten diese auseinander gehalten
/ auseinander gesetzt werden

Atemnot
Ist keine eigene Krankheit. Ledig ein Symptom, welches
für eine Anzahl von anderen Krankheiten steht.
Ursache: können sein
angestrengtes Fliegen
Erschöpfung
körperliche Anstrengungen
Verletzungen der Atmungsorgane oder Schnupfen (Rhinitis)
bei Leber- oder Nierentumoren
Übergewicht
Legenot
Darmerkrankungen
Parasiten (u.a. Luftröhrenwurm)
Aspergillose und Infektionen
Herzprobleme (Kurzatmigkeit)
vergrößerter Schilddrüse
trockene Luft
Stress
Allergien
Symptome:
anstrengendes und pumpendes Atmen
der Schnabel ist geöffnet.
vermehrtes Gähnen
verstärktes Schwanzwippen
hängend, mit dem Schnabel am Gitter - das der
Hals gestreckt und der Schnabel geöffnet ist.
Dies bewirkt ein besseres Luft bekommen
Aufgrund, dass ein Hecheln sich der Atemnot ähnelt
ist hier eine besondere Beobachtung nötig. Durch
das Hecheln wir der Temperaturausgleich reguliert,
weil Vögeln nicht schwitzen können. Achten sie deshalb immer darauf, dass das Zimmer nicht
zu sehr aufgeheizt ist.
Behandlung:
Bei erkannter Atemnot, oder bei Unsicherheit, sollte
unbedingt schnellst möglich ein vogelkundiger
Tierarzt aufgesucht werden, um eine Erstickungsgefahr
möglichst zu vermeiden. Die, für die Atemnot,
verantwortliche Ursache wird versucht herauszufinden
und zu behandeln.
trockene Luft
Luftfeuchtigkeit erhöhen, mittels Hygrometer
regelmäßig kontrollieren. Mittels Luftbefeuchter
- Feuchtigkeit halten. Für Sittiche liegt die
ideale Luftfeuchtigkeit bei ca. 50-60%.

Bindehautentzündung
Viele mögliche Ursachen.
Bakterien (Streptokokken, Salmonellen,
Pseudomonaden, Klebsiellen, Escherichia coli (E. coli),
Chlamydien)
Pilze (Aspergillus spp., Candida albicans)
Viren (Herpes-Viren, Papova-Viren),
Parasiten (Mikrofiliarien)
Zugluft
Fremdkörper (Sandkörner,
Körnerspelzen)
Reizungen durch Dämpfe (Zigarettenrauch,
Insektenspray, Desinfektionsspray, ...)
Allergien (beim Vogel eher selten zu beobachten).
Auch kann eine Augenentzündung auf Infektionen
im Nasenbereich hinweisen.
Symptome
ein- oder beidseitige Rötung und Schwellung der
Bindehäute.
Tränenfluss und die Absonderung eines eitrigen
Sekrets.
Das Auge wird an Sitzstangen und oder Gittern gerieben.
blinzelt und hält häufig ein Auge halb geschlossen.
Verdickung der Nickhaut
granulomatöse Veränderungen an den Lidbindehäuten
Trübung der Hornhaut.
Wenn eine einseitige Bindhautentzündung besteht,
kann dies auf Chlamydien, also Psittakose deuten!
Bei diesem Krankheitsbild beobachtet man auch häufig
Atembeschwerden und Schnupfen.
Ursache
von Pilzen kommt noch Vitamin- A- Mangel
hinzu, wodurch der Befall mit Pilzen begünstigt
wird.
Ursache von Vieren kommen
hier noch trockene, weiße Hautwucherungen hinzu.
Auch können Mischinfektionen durch verschiedener
Bakterien oder auch durch Bakterien und Pilzen auftreten.
Nach einer Therapie, mit Antibiotika kann ein Pilzbefall
als eine so genannte Sekundärinfektion auftreten
Behandlung:
vogelkundigem Tierarzt untersucht
Bindehaut-Abstrich - jeweiligen Krankheitserreger
ermitteln um diesen dann behandeln zu können. Unterstützend sollte Vitamin A und Mineralien
gegeben werden.
Bei Zugluft anderen Stellplatz des Käfigs aussuchen.

Bürzeldrüsenverstopfung
Die Bürzeldrüse ist eine Talgdrüse.
Sie befindet sich in der Höhe des Schwanzansatzes,
auf dem Rücken. Sie dient dazu, mit Hilfe des
darin befindlichen Sekretes, das Gefieder sauber,
isolierend und wasserabweisend zu halten.
Symptome:
ständiges benagen im Bereich der Bürzeldrüse
schlecht gepflegt aussehendes Gefieder
Behandlung:
Bitte suchen Sie einen vogelkundigen Tierarzt auf.
Nach ausschließen eines Tumors oder gar einer
Bürzeldrüsenentzündung, -vereiterung
und liegt nur eine Verstopfung vor, so können
Kamillekompressen oder eine Massage, mit den Fingern,
eine Besserung bringen.

Blutende Wunde
Ursache:
Verletzung durch einen spitzen Gegenstand
durch andere Tiere oder Rivalenkämpfen.
Die Blutung kann sehr schnell lebensbedrohlich werden,
weil der Vogel nicht viel Blut hat.
Behandlung:
Schnelles Handeln ist sehr wichtig.
Hier hilft Eisenchlorid (aus der Apotheke. Aber Achtung-ist
ätzend und darf nicht mit Schleimhäute in
berührung kommen.). Es wird auf ein frisches
Taschentuch geträufelt und damit die Wunde mindestens
eine Minute mit leichtem Druck umschlungen. Tiefe Wunden sind trotz Stillstand der Blutung vom
Tierarzt zu versorgen. Dieser kann im Notfall die
Blutung auch mit der Lötpistole stillen. Mit blutstillende Watte oder Betaisodonalösung-
mit Wattestäbchen auftragen. Blutursache bei kurz geschnittener Krallen - hier
kann Kernseife angewendet werden. Dazu wird die Kralle
einfach auf die Seife gedrückt. Mögliche Verschmutzungen sind, mit lauwarmem,
Wasser auszuwaschen.
Falls Sie mit dem Umgang unsicher sind, kontaktieren
sie bitte einen vogelkundigen Tierarzt.

Durchfall
Gesunder Kot besteht aus schwarz-weißen Häufchen,
die rasch abtrocknen und leicht zu entfernen sind.
Durchfall dagegen hat viele "Gesichter",
und ist nur ein Anzeichen, dass irgendwo etwas nicht
stimmt.
Durchfallkot ist dünnflüssig, matschig,
wässrig stinkend. Der Vogelpopo ist auch meistens
verklebt
Ursache:
z.B. durch zuviel Obst oder Keimfutter, frischen Salat
Stress
Erschrecken,
gebadet
Zugluft
starken Temperaturschwankungen ausgesetzt
zu kaltes Bad genommen - vielleicht erkältet
oder sogar eine Lungenentzündung
Symptome:
Mit Blut durchsetzt - eine schwere Darmentzündung
- muss sofort medikamentös behandelt werden.
Breiiger oder dünnflüssiger, gelblicher
Kot - eine allgemeine Verdauungsstörung.
Flüssiger Kot, grünliche Farbe - krankhafte
Gallenausscheidung. Bei solchen Vögeln ist die
Leber nicht in Ordnung. Sie erhalten sofort eine strenge
Diät, bestenfalls aus Kolbenhirse, üblicherweise
aber aus Haferflocken. Haferflocken sind ein sehr
gutes Heilmittel für alle Verdauungsstörungen.
Sie werden meist gerne genommen, wenn die Sittiche
sie erst einmal kennen u. im Futternapf nichts anderes
vorfinden.
Behandlung:
krankhafte Gallenausscheidung - sofortige strenge
Diät, bestenfalls aus Kolbenhirse, üblicherweise
aber aus Haferflocken. Haferflocken sind ein sehr
gutes Heilmittel für alle Verdauungsstörungen.
Sie werden meist gerne genommen, wenn die Sittiche
sie erst einmal kennen u. im Futternapf nichts anderes
vorfinden.
genügend Grit - als Verdauungshilfe
Tierkohle (aus dem Zoohandel)
Körnerfutter
Kamillentee und gekochtem, ungewürzten Reis
Rotlicht
Beobachtung
Halten die Symptome aber einen ganzen Tag an, sollte
sofort der Tierarzt aufgesucht werden. Bei dauerhafter
Durchfallerkrankung kann, möglicherweise, eine
ernste Erkrankung vorliegen die unbehandelt schnell
zum Tod führen kann.
Plagt Juckreiz - der Popo wird gekratzt oder an Stangen
gescheuert - sollte man den Vogel in die Hand nehmen,
mit der Nagelschere, vorsichtig, die Feder um die
Kloake kürzen. Die verschmutzten Stellen vorsichtig
mit Wattebausch oder Wattestäbchen von Kotresten
befreien und anschließend einen Tupfer Salbe
verteilen.

Dehydration (Austrocknung)
Insbesonders sind Nestlinge betroffen.
Ursache:
fehlendes Wasser
bei Nestlingen - mangelnde Fütterung durch die
Eltern.
Verletzungen.
Ein dehydrierter Vogel hat dann, so schätzt man,
ca. 10% seines Flüssigkeitsvolumen verloren.
Symptome:
Austrocknung der Schleimhäute,
Augen und Schnabel.
Die Augen versinken dabei in die Höhlungen.
Die Haut ist trocken - wird schuppig und faltig
Der Vogel befindet sich, bei der Austrocknung, in
einer lebensbedrohlichen Situation und ist umgehend
einem vogelkundigem Tierarzt vorzustellen. Dieser
kann ihm Flüssigkeit oral zuführen oder
gar bei schwereren Fällen diese injizieren. Erfahrene Halter und bei weniger schweren Fällen,
kann man auch eine, körperwarme Ringer-Laktat-Lösung welche mit Traubenzucker
angereichert wird, verabreichen. Diese Natrium- und
Kaliumchlorid sowie Calciumchlorat und Natriumlaktathaltige
Lösung ist bei Tierarzt oder in der der Apotheke
erhältlich.

Ekzema oder EMA-Syndrom
Unterflügelekzem
Unterflügelekzeme stellen mithin die häufigst
Hautinfektion bei Papageien dar. Sie können unter
anderem durch Automutilation, übermäßige
Ernährung oder iatrogen infolge Salbenauftrags
entstehen. Die Folge sind Hautschwellungen und nässende
Ekzeme. Durch die Reibung der Hautflächen aufeinander,
kann sich dies schnell verschlimmern und sekundär
infizieren. Bei Agaporniden und Wellensittichen wird
diese Hautveränderung als so genanntes EMA-Komplex
beschrieben.
Weitgehend unerforscht ist das EMA-Syndrom. Man weiß
noch nicht genau, ob Bakterien, Pilze oder Viren dafür
verantwortlich sind. Das macht die Behandlung eines
betroffenen Vogels schwer.
Ursache:
möglicherweise psychischer oder sozialer Stress
- z.B. bei Revierstreitigkeiten oder zu häufige
Ausstellungen.
Symptome:
plötzlich auftretende Veränderungen
in der Achselhöhle bzw. der Flügelunterseite
rund um die Augen.
bildung von blutenden Hautrisse - verkrusten - aber
heilen nicht.
Die befallenen Vögel bepicken häufig mit
ihrem Schnabel diese Gegend - oft sehen ihre Schnäbel
infolgedessen auch blutverkrustet aus.
Behandlung:
nach heutigem Wissensstand noch nicht möglich.
Vorübergehend - oberflächliche Maßnahmen
- eine Erleichterung bringen
austrocknende, desinfizierende Medikamente,
das Anlegen eines Halskragens - damit sich der Vogel
nicht ständig die Wunden bepickt.
Leider müssen solche Tiere sehr oft eingeschläfert
werden, da sich ihr Zustand verschlechtert

Erblinden
Ursache:
innere Erkrankungen - Tumoren oder genetische Defekte.
Verletzungen.
Symptome:
deutliche Schräghaltung des Kopfes
sehfähige Seite blickt dabei nach unten.
Die Vögel fliegen schlechter als vorher.
glanzlose Augen, weißliche Verfärbungen
Behandlung:
Suchen Sie einen vogelkundigen Tierarzt auf. Eventuell
kann, die Erblindung, durch Gabe von Medikamenten,
zumindest teilweise gestopt werden.
Eine kritische Überprüfen, nach Verletzungsquellen,
bei der Käfigausstattung sollte statt finden.
Ist die Ernährung vielleicht zu einseitig?
Ein Leben mit einseitiger Erblindung ist durch aus
möglich. Das Verletzungsrisiko steigt allerdings.
Die Aktivität nimmt meistens auch ab. Bei beidseitiger Erblindung ist der Vogel völlig
orientierungslos. Hier stellt sich die Frage, ob man
dem Vogel noch ein gutes Leben bieten kann.. Ein treu
sorgender Partnervogel gehört dazu. Sollte aber
die Nahrungsaufnahme nur schwer möglich sein
bzw. der Vogel sich in seiner Käfigumgebung überhaupt
nicht mehr zurechtfinden, muß man erwägen
ihn einschläfern zu lassen.

Erkältungen
Ursache:
Zugluft
Symptome:
schlapp und aufgeplustert auf der Stange sitzend
struppiges Gefieder
niesen
andere Geräusche - die nicht wie gewohnt klingen
feuchte Nase
Behandlung:
Suchen Sie einen vogelkundigen Tierarzt auf.
Transport an kälteren Tagen - eine Wärmflasche
am Transportkäfig befestigen.
Unterstützend kann man mit Rotlicht bestrahlen.
Ihr Vogel braucht viel Wärme. Jedoch achten Sie
darauf, das eine kühle Ecke verbleibt, damit
der Vogel eine Ausweichmöglichkeit hat. Vitaminreiches Frischfutter und Vitamintropfen sind
unterstützend.

Erbrechen
Häufige, heftige Ruckbewegungen oder Schütteln
des Kopfes. Meist begleitend von schleimigem, teil
schaumigen Auswurf. Dieser kann gespelzte, unverdaute
Körner enthalten. Meist sind oft das Kopfgefieder
und der Käfig/Inventar verklebt.
keine eigenständige Erkrankung - mehr ein Symptom
Ursache:
harmloser Grund - zuviel gefressen
Partnerfütterung
Stress
ernste Gründe:
Vergiftungen
Kropfentzündungen
Darmerkrankungen
Going-Light-Syndrome
Bakterien
Pilze
Viren
Parasiten
Organschäden
Fremdkörper
Trauma/Verletzungen
Symptome:
verklebte Körner u. Schleimreste um den Schnabel
andere Krankheitsanzeichen vorhanden?
Behandlung:
genausten's beobachten
unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen.

Unerfüllter Elterninstinkt
Hier sind meistens einzeln gehaltene Vögel betroffen.
Auch ein Grund einen Vogel niemals alleine zu halten.
Symptom:
nach großem Geplapper - Futter wird über
den Schnabel abgegeben,
schüttelt den Kopf,
würgt - gibt eine wässrige Flüssigkeit
ab.
Ursache:
allein gehaltene Hähne
Fortpflanzungsinstinkt verwehrt,
versorgt, gelegentlich, eine eingebildete Partnerin
mit hervor gewürgtem Futter.
Behandlung:
Soll dem Vogel nicht schaden, aber ein Beweis dafür,
dass der Vogel sich einsam fühlt.
Problem löst sich, in der Regel von selbst, wenn
der Vogel nicht mehr allein im Käfig sitzt.

Federrupfen
Meist haltungsbedingte Verhaltenstörung. Jedoch kann auch eine Organerkrankung Ursache sein. Lassen Sie dies unbedingt abklären.
Ursache:
Trockene Luft - durch Heizungsnutzung im Zimmer des
Vogels
Symptome:
Hautjucken was zu Federrupfen führen.
Behandlung:
Luftbefeuchter oder nasses Handtuch - an der Heizung
anbringen
Psychische Ursachen:
Glückliche Vögel rupfen keine Federn.
einzeln gehaltene Vögel
Symptome:
Federn rupfen - am Bauch - bis er kahl ist.
Behandlung:
Gegenmaßnahme: Partner besorgen!
Rupfender Vogel trotz mehrerer Vögel - kann Triebe
nicht ausleben - würde gerne brüten, aber
keine Brutmöglichkeit vorhanden.
Unterbringung zu klein - nicht genügend Freiflug
Bitte beachten: In Deutschland ist eine amtliche Zulassung
nötig. Züchten von Vögeln unterliegt
der Psittakoseverordnung (Papageienkrankheit)
und ist Anzeigepflichtig. Ohne Zuchtgenehmigung sind
die Eier durch Plastikeier zu ersetzen. Die echten
Eier sind zu vernichten.
Andernsfalls einen Tierarzt aufsuchen - mit homöopathischen
Mitteln, kann man dem zu stark ausgeprägten Bruttrieb,
entgegengewirken.
Erkrankte Ursache:
Milben oder andere kleine Parasiten
Behandlung:
Dringender Besuch beim Tierarzt - Klärung der
Ursache - Medikamentenvergabe bei Befall.
Parasiten können sehr gesundheitsschädlich
sein - dringende Notwendigkeit des Tierarztbesuches.

Fettleibigkeit

Hauptsächlich
bei Käfigvögeln - bei kaum bis keinem Freiflug
Ursache:
Fehlernährung - zuviel Futter, Leckereien - Knabberstangen,
Leckerlis,
zuwenig Bewegung
Futterneid bei Pärchen
im zu kleinem Käfig gehalten - überfüllt
mit Stangen und Spielzeugen - kein Bewegungsfreiraum
Symptome:
wird träge
beim Sitzen auf der Stange, wölben sich Verdickungen
hervor.
Brustmuskulatur von einer Fettschicht überzogen
Brustbein kaum noch fühlbar.
fliegt kaum oder gar nicht mehr.
Behandlung:
unbedingt abspecken - keine Hungertage eingelegen
- schädigt dem Vogel schwer.
Futterration halbieren - auf zwei Mahlzeiten am Tag
verteilt. Knabber- und Futterstangen sind tabu. Obst, Gemüse so viel er mag. Eiweißreiche Kost. Zum Knabbern schon mal etwas Zwieback.
Wenn er schon lange nicht mehr geflogen ist, sollte
man ihn erst wieder langsam ans Fliegen gewöhnen,
zuerst solle man mit einem Lauftraining beginnen,
damit der Kreislauf nicht zusammenbricht, da er ja
diese Belastungen nicht mehr gewohnt ist und aufgrund
seiner Diät sowieso etwas geschwächt ist.

Fetttumor (Lipom)
Hauptsächlich im Brust- und Unterleibsbereich
- Tumorenart der gutartigen Geschwülste
wachsen langsam, erreichen aber eine beachtliche Größe.
Im späteren Stadium behindern sie oft den betroffenen
Vogel, er ist dann schwerfällig und kurzatmig.
Ursache:
oftmals Hormonstörungen
Verfettung und Bewegungsmangel
selbst befriedigt - duch Sitzstange oder andere harte
Gegenständen
Behandlung:
möglichst vielseitig und vitaminreiche Ernährung
Futtermenge vorerst etwas herabsetzen
Regelmäßige Gewichtskontrolle
Eine operative Entfernung kann man in Betracht ziehen,
wenn der Vogel den Tumor beknabbert oder dadurch behindert
wird. Seien Sie sich aber im Klaren, dass eine Operation
auch gewisse Risiken, besonders bei kleineren Arten,
in sich birgt. Richtige Dosierung des Narkosemittels,
verlauf nach der Operation - beknabbern der OP-Wunde,-
hohe Infektionsgefahr,- schlechte Heilung der Wunde
und Komplikationsgefahr.

Federlinge

längliche
Tierchen, halten sich ausschließlich im Gefieder
auf und legen dort ihre Eier ab.
Ernähren sich von Hautschuppen und zerfressen
die Federn (deutlich erkennbar an den Fraßspuren).
Die Federlinge sind schwer erkennbar, da sie sich
manchmal der Federfarbe ihres Wirtes anpassen.
Diese Art von Parasiten kommen auch bei gesunden Vögeln
vor, befinden sich aber in einem Gleichgewicht mit
dem Wirt und richten deshalb kaum Schaden an.
Symptome:
Bei Überhand -Vögel leiden unter ständigem
Juckreiz, sind unruhig, benagen ständig das Gefieder.
Aufgrund der Beschwerden - großen Schlafmangel
.
Die Eier der Federlinge nennen sich Nissen.
Behandlung:
Der Tierarzt wird einem befallenen Vogel mit Kontaktinsektiziden
behandeln.
Als Einstäube- oder Einsprühmittel. Augenkontakt ist unbedingt zu vermeiden.

Federspulmilbe
Sie tritt höchst selten auf, sorgt aber für
das Ausfallen eines Großteils des Großgefieders.
Verlauf:
Nisten sich in den Federspulen der großen Flügel-
und Schwanzfedern ein und zerstören die Strukturen
im Federschaft. Die Federkiele sind häufig durch Blutgerinnsel,
im Innern, rötlich verfärbt und brechen
dann ab. Sie können auch zu Federmissbildungen führen.
Anhand einer aufgeschnittenen Feder, per Mikroskop,
kann dies nachgewiesen werden.
Meistens wird der Tierarzt ein milbentötendes
Mittel anwenden. Die Heilungschancen sind aber gering.

Französische Mauser (Renner)
[Polyoma]
Als Renner- oder Hopserkrankheit bekannt.
Es gibt verschiedene Arten bzw. Stadien bei dieser
Krankheit. Sie zeigt sich schon bei einem Jungvogel.
In allen Fällen werden die Federn vorzeitig abgestoßen,
so dass der, hauptsächlich betroffene, Vogel
nie sein vollständiges Federkleid bekommt. Der
Vogel befindet sich also in einer dauernden Mauser
und die Flügelfedern werden nie lang genug, um
ein Fliegen zu ermöglichen. In ganz schweren
Fällen ist auch das ganz normale Federkleid davon
betroffen, also nicht nur die Schwung-, Flügel-
und Schwanzfedern, sondern auch Brust und Rücken.
Bisher gibt es noch keine Behandlung für diese
Krankheit.
Mit diesen Tieren sollte nicht gezüchtet werden.
Ursache: Bitte lesen Sie hier weiter!
Stoffwechselstörung,
Viruserkrankung,
Überlastungen der Elterntiere bei der Brut,
Eiweißmangel bei der Aufzucht der Jungvögel.
Behandlung: (derzeitiger Wissensstand)
wichtig - eiweißreiche Ernährung,
- Vitamingaben,
Auch sollte unbedingt ein Kalkstein angeboten werden.
Ein wenig Sonnenlicht (keine Hitze. Schatten muss
jederzeit zur Verfügung stehen)
Ein "Renner" kann trotzdem ein schönes
und munteres Vogelleben haben. Er kann an sonsten
gesund sein, deshalb ist ein einschläfern nicht
nötig. Diese Vögel kennen es nicht anders
und leben ganz gut mit ihrer Behinderung. Man sollte den Käfig dementsprechend einrichten,
da diese Vögel ihre Flugunfähigkeit durch
vermehrtes Klettern ausgleichen. In schweren Fällen
allerdings kann es vorkommen, dass die ständige
Mauser so stark juckt, dass die Vögel sich die
Federn selber herausreißen und blutig picken
- hier besteht Infektionsgefahr! An der französischen
Mauser erkrankte Vögel haben vielleicht nicht
gerade die höchste Lebenserwartung, aber das
kurze Leben sollte man ihnen so schön wie möglich
machen.

Feder- und Schnabeldystrophie [PBFD]
PBFD heißt "Psittacine beak and feather disease" und ist unheilbar.
Infektiöse und hochansteckende Viruserkrankung.
Diese Krankheit war früher hauptsächlich
bei Großpapageien und Kakadus bekannt, jetzt
hält sie auch unter Sittichen und Kleinpapageien
Einzug.
Ursache:
virusbedingte Gefiederstörung - Circoviren -
verursachen eine Wachstumsstörung der Federn,
Krallen und des Schnabels und führt zur Zerstörung
des Knochenmarks. Wenn die Knochenmarkszellen, die
zur Neubildung des Blutes verantwortlich sind, absterben,
stirbt auch der Vogel.
Symptome:
akuter Verlauf:
besonders betroffen hier von sind Jungvögel.
Apathie,
Durchfall,
Veränderung an den wachsenden Federn
Der Tod tritt meist nach kurzer Zeit ein.
chronischer Verlauf:
Alttiere betroffen
verläuft recht langsam - zuerst
kann man Federstörungen am gesamten Gefieder
beobachten - der Vogel verliert seine ständig
neu wachsenden Federn, sogar am Kopf. Auch wird das
Schnabelhorn oftmals brüchig und weich, der Schnabel
wächst unkontrolliert.
Im
Endstadium sind fast keine Federn mehr vorhanden
und auch der Schnabel wird derart in Mitleidenschaft
gezogen, dass er so brüchig ist, dass er oftmals
abbricht und der Vogel nicht mehr fressen kann.
Das Immunsystem ist zum Schluss so geschwächt,
dass er an anfällig für sämtliche
Infektionskrankheiten ist.
Die Krankheit ist sehr heimtückisch, da viele
Vögel infiziert sein können, ohne die
typischen Symptome zu zeigen, sie können aber
durch Federstaub andere Tiere anstecken, bei denen
die Krankheit ausbrechen kann, wenn sie ein geschwächtes
Immunsystem haben. Auch wenn die Vögel beim
Kauf völlig gesund aussehen, könnten sie
das Virus in sich tragen. Und wenn ein Vogel es
hat, hat es zwangsläufig auch der andere, da
es hochansteckend ist.
Wenn man vor hat zu züchten, ist es gut, dass
eine Blut- bzw. Federprobe zur Untersuchung eingeschickt
wird. So weiß man, ob irgendein Tier aus dem
Bestand daran erkrankt ist.
Behandlung:
Viel tun kann man gegen diese Krankheit nicht, entweder
sie bricht aus oder nicht. Man kann nur versuchen
das Immunsystem der erkrankten Tiere zu stärken.
Mit Verabreichung von Vitaminen und immunstärkenden
Mitteln kann versucht werden, das Ausbrechen der Krankheit
zu verhindern oder den Allgemeinzustand zu verbessern.
Von dieser Krankheit sind hauptsächliche Sittiche
und Papageien betroffen.
Gehirnerschütterung
Ursache:
Beim Freiflug - mit dem Kopf wo gegen geflogen.
Symptom:
Sitzt benommen und desorientiert
Zittert und taumelt
Manchmal kann der Vogel sogar gelähmt und der
Kopf starr nach hinten oder zur Seite verkrampft sein.
hat verkrustete Augenlider
erhebliche Mühe das Gleichgewicht zu halten
Behandlung:
Hier ist Alarmbereitschaft geboten. Die Symptome lassen
kaum noch Zweifel an einer Gehirnerschütterung.
Sofort zum Tierarzt! Derartige Unfälle können
nämlich auch Tage später noch zum Tod führen.
Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte der Vogel auf
die rechte Körperseite in eine ausgepolsterte
Schachtel gelegt werden. Der Vogel sollte im Dunkeln
liegen

Going Light Syndrom
Hier spricht man auch vom leichter werden des Vogels,
obwohl er völlig gesund ist.
Symptome:
Reduzierung des Gewichts bei normaler Nahrungsaufnahme.
Hinzu kommt das hochwürgen des Futters(schleimiger
Kropfinhalt)und Durchfall.
Unverdaute Körner, im Kot, können auch gesehen
werden.
Infolge einer Entkräftung kann es auch zu zentralnervösen
Störungen kommen.
Ursache:
Im Röntgenbild ist der Drüsenmagen (bei
Wellensittiche) häufig erweitert. Eine sichere
Diagnose erfolgt durch eine zytologische Untersuchung
von Kropf- und Kotabstriche. Bei negativem Ergebnis,
sollte die Untersuchung mehrmals wiederholt werden.
Behandlung:
Eine erfolgreiche Therapie ist noch nicht sicher gestellt.
Als erfolgsversprechend soll eine Therapie mit Amphotericin
B (oral) sein. Allerdings soll diese wenigstens 4
Wochen durchgeführt werden. Gleichzeitig sollte
das Trinkwasser mit ph 2, zb. HCI- oder Zitratlösung,
angesäuert werden.
Infizierte Vögel sollten vom Restbestand getrennt
und nicht zur Zucht eingesetzt werden. Das Käfigzubehör
ist zu reinigen und mit bakteriziden und fungiziden
Desinfektionsmittel zu desinfizieren. Auf optimale
Haltungs- und Fütterungsbedingungen ist zu achten.
Bei der Untersuchung von toten Tieren wurden Bakterien
entdeckt, die sich an der Magenwand angesiedelt hatten,
die sogenannten Megabakterien.
Das Going-Light-Syndrom ist bedingt ansteckend, d.h.
meist wird es von den Elterntieren während der
Fütterung auf die Jungtiere übertragen.
Ein infizierter Vogel braucht nicht unbedingt daran
zu erkranken, aber Stressfaktoren spielen eine große
Rolle dabei, ob diese Krankheit ausbricht oder nicht.
Wenn sie ausgebrochen ist, braucht der erkrankte Vogel
unbedingt viel Ruhe, vielleicht sogar einen eigenen
Käfig, falls der Stressfaktor ein anderer Vogel/Partner
ist, der ihn ständig durch den Käfig jagt.
Blickkontakt reicht dann und sollte weiterhin gewährleistet
sein. Alles, was einem am Going-Light-Syndrom erkrankten
Vogel aufregt, ist Gift für ihn und kann zum
nächsten Schub führen.

Hautverletzungen
Oberflächliche Verletzungen heilen meistens rasch
und ohne Komplikationen ab. Sie können durch
Rivalenkämpfe oder durch spitze Gegenstände
hervorgerufen worden sein.
Behandlung:
Kleine Wunden behandelt man mit abgekochtem lauwarmen
Wasser, um sie zu reinigen.
Kropfentzündung
Hier haben die Wellensittiche eine hohe Bereitschaft
zu Kropfentzündungen. Verursacht durch Infektionen
mit Bakterien oder Pilzen. Aber auch, wenn als Partnerersatz
irgendwelche Gegenstände oder Spiegel anbalzt
werden. Deshalb, Spiegel und Plastikvögel haben
im Käfig nichst verlohren!!! Bitte entfernen
Sie diese umgehend!!
Ansteckend ist die Entzündung eigentlich nicht,
vorausgesetzt, die Vögel füttern sich nicht
gegenseitig.
Eine Kropfentzündung ist eine sehr ernste Sache,
die tödlich enden kann, wenn sie nicht behandelt
wird
Symptom:
auffallend verklebte Kopfgefieder
häufiges erbrechen
geschwollenen Kropf
Kopf neigt nach hinten
spuckt Schleim und Körner
frisst außerdem noch vermehrt Sand - hat kühlende
Wirkung - fragliche Hilfe - sollte daher nicht mehr
gegeben werden
apathischen Eindruck
zusätzlich Durchfall
Ursache:
Genuss von dreckigem Wasser und Futter - besonders
die geschlossenen Wasserbehälter
Infektionen mit Bakterien oder Pilzen
chronischen Vitamin A-Mangel - nehmen kaum Grünfutter
oder Obst zu sich
Behandlung:
Unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen!
Bei frühzeitiger Diagnose, durch den Tierarzt,
kann der Vogel problemlos geheilt werden.
Der TA nimmt in der Regel einen Kropfabstrich, um
den Erreger festzustellen und verschreibt Antibiotikum
gegen die Bakterien.
Benötigt viel Wärme - bis zur völligen
Genesung mit einer Wärmelampe bestrahlen (ausweichmöglichkeit
- hälfte des Käfigs mit einem Tuch abgedecken).
Körnerfutter ist tabu - reizt unnötig den
Kropf.
Nur weiches Futter - Magerquark, gekochter Reis, hartgekochtes
Ei, Aufzuchtfutter, Kinderbrei (Früchte, Banane)
zwangsernähren - wenn Futter verfeigert wird
Wasser durch Kamillentee mit etwas Traubenzucker ersetzen

Kalkbeinmilbe
Die nächsten drei Milben kommen alle aus der
Familie der Grabmilben. Charakteristisches Merkmal
dieses Milbenbefalls sind unzählige, winzige
Bohrlöcher. Bei der Kalkbeinmilbe sind hauptsächlich
die Ständer, Füße und die Kloake befallen.
Dabei sind diese Bereiche mit einer kalkigen, porösen
Masse bedeckt. Die Haut ist verdickt und man kann
die von den Grabmilben gefressenen Gänge deutlich
erkennen. Im fortgeschrittenen Stadium können
sich diese krustigen Ablagerungen über den ganzen
Körper ziehen.
Ursache:
übertragung oft von Altvögeln auf Nestlinge
schlechte Haltungsbedingungen
Infektionen können verantwortlich sein.
Symptome:
unzählige, winzige Bohrlöcher - Ständer,
Füße und die Kloake
betroffene Stellen - kalkigen, porösen Masse
bedeckt
verdickte Haut - durchfressene Gänge deutlich
erkennbar
Juckreiz
Schmerzen beim Sitzen
Behandlung:
Zur Bekämpfung der Grabmilben wird oftmals Odylen
verwendet - mit einem Wattestäbchen vorsichtig
auf die befallenen Stellen auftragen ( vorsicht! ätzend!
darf nicht in Augen, Nase und Schnabel geraten )Odylen
kann 1:1 mit Wasser verdünnt werden
Eine weitere Möglichkeit - Einweichen der befallenen
Stellen mit Glycerin und das anschließende Entfernen
des Grindbefalls.
Anschließend erfolgt eine tägliche gründliche
Behandlung mit Exner Petguard über 1 bis 2 Wochen.
Das Mittel kann aufgetupft werden. Unterstützend
sollte ein Multivitaminpräparat mit Vitamin-A
über das Trinkwasser verabreicht werden.

Legenot
Legenot kann jede Henne betreffen, unabhängig
vom Alter oder wie erfahren sie ist.
Symptome:
Sitzt anfangs schnaufend, aufgeplustert und breitbeinig
da. Meistens verweigert das Tier die Nahrungsaufnahme.
Sie lässt sich nicht einmal vom Partner füttern.
Da selbst durch starkes Pressen, das Ei nicht aus
dem Legedarm kommt, wird der Vogel zusehends Matter.
Ursache:
Entzündung des Legedarms, oder die Muskulatur ist aufgrund einer insgesamt schlechten
körperlichen Verfassung unterentwickelt.
In manchen Fällen wird ein Ei nicht abgelegt,
bevor sich das nächste Ei gebildet hat. Das zweite
Ei blockiert dann die Ablage des ersten, weil der
Vogel nicht mehr ausreichend stark pressen kann, um
eine normale Eiablage zu bewirken. Somit befinden
sich dann 2 Eier im Körper des Vogels.
Behandlung:
Gehen Sie bitte umgehend zu einem Vogelkundigem
Tierarzt!!!! Auch wenn nur der Verdacht bestehen
sollte.
Die Eier müssen operativ entfernt werden. Dies
ist eine heikle Sache und die meisten Vögel überstehen
dies leider nicht. Wenn Sie nicht handeln, wird die Henne einen qualvollen
Tod erleiden. Wird eine Legenot rechtzeitig erkannt, kann der Tierarzt
den Vogel, in den meisten Fällen retten, indem
er das Ei entweder durch eine bestimmte Massagetechnik
oder durch einen kleinen operativen Eingriff entfernt.
Bitte experimentieren Sie nicht selbst herum, da das
Ei sehr leicht im Legedarm zerbricht und dadurch
die Schleimhäute verletzt werden! Dies führt
nahezu immer zu einer lebensbedrohlichen Infektion
oder gar Blutvergiftung.
Halten Sie den kranken Vogel während des Transports
möglichst warm, da unter Legenot leidende Hennen
stark frieren.
Meist produziert die Henne nach der Legenot weitere
Eier, die sie normalerweise ohne Probleme ablegt.
Sollte sie auch beim nächsten Ei Schwierigkeiten
haben, kann der Tierarzt eine Hormonbehandlung durchführen,
um weitere Eiablagen zu unterbinden.

Lungenentzündung
Hierbei handelt es sich um eine sehr ernstzunehmende
Krankheit, die bei Nichtbehandlung zum Tod führen
kann.
Ursache:
Infektionskrankheiten,
Parasiten,
durch einatmen giftiger Gase oder Lösungsmittel
Symptome:
Die auffälligsten sind Atemnot,
Appetitlosigkeit,
Schwanzwippen,
öffnen des Schnabels.
Meistens sind die Vögel apathisch und sitzen
aufgeplustert auf der Stange.
Behandlung:
unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen,
da die Ursachen abgeklärt und die richtigen Medikamente
gegeben werden müssen. Unterstützen kann
man die Therapie mit einer milden Rotlichtbestrahlung
(keine extreme Temperatur). Allerdings sollte man
hier darauf achten, dass man nur einen Teil des Käfigs
bestrahlt und somit der Vogel die Möglichkeit
hat, der Wärme auszuweichen, wenn es ihm zu heiß
wird. Da der Vogelkörper keine Schweißdrüsen
besitzt, gibt er ein Zuviel an Wärme durch eine
schnellere Atmung ab und das würde zu sehr seinen
Kreislauf belasten.
Ein gut gelüftetes Zimmer (NIEMALS Durchzug),
eine vitaminreiche Ernährung (Vitamin A und
C, z.B. in Vogelmiere, grüner Salat u. Möhren,
auch Magerquark u. gekochtes Ei) und zusätzliche
Dampfbäder mit Kamille können ebenfalls
helfen. Der Vogelkäfig sollte an einem ruhigen
Ort stehen und Temperaturunterschiede sind unbedingt
zu vermeiden. Des weiteren sollte der Vogel auf
keinen Fall reizenden Dämpfen wie die von überhitzten
Antihaftpfannen ausgesetzt sein.

Natürliche Mauser
Die Mauser ist keine Krankheit, sondern die Folge
von alt gewordenen Federn, die der Vogelorganismus
abstößt, um Platz für neue und frische
Federn zu schaffen. Der domestizierte Vogel kann zu
jeder Zeit mit der Mauser beginnen, völlig unabhängig
von der Jahreszeit, allerdings spielen hierbei auch
schon mal starke Temperaturschwankungen eine Rolle.
Während der Mauser ist der Vogel ruhiger als
sonst, auch sollte er gut fressen, da es ihm einiges
an Kraft abverlangt. Das Futter sollte während
dieser Zeit besonders eiweiß-, vitamin- und
mineralstoffreich sein.

Nestlingserkrankung
Hierbei handelt es sich um eine Gefiederstörung.
Symptome:
Die
Jungtiere zeigen ein verzögertes Wachstum der
Konturfedern sowie Missbildungen des Daunengefieders.
Außerdem sind hierbei auch Verschmutzungen des
Kloakengefieders, Schwellung des Bauches und ein hochgradiger
Wasserverlust des Körpergewebes möglich.
Genau wie bei der Französischen Mauser bleiben
die Vögel oftmals lebenslang flugunfähig.
Ursache:
Ein Virus aus der Gruppe der Papova-Viren.
Dieser Virus ist höchst ansteckend, selbst Menschen
können ihn von einer Bruthöhle in die andere
übertragen.
Behandlung:
Der Virus selber kann nur durch eine Blutuntersuchung
nachgewiesen werden.

Nierenentzündung
Symptome:
durchfallähnliche Ausscheidung,
Der weiße
Harnanteil ist dabei recht flüssig, der dunkle
Teil des Kots kann aber normal geformt sein.
trinken sehr viel
sitzen breitbeinig auf der Stange,
das Gefieder um die Kloake ist verschmiert.
Man unterscheidet zwischen einer akuten und einer
chronischen Nierenentzündung.
akut:
der Vogel baut recht schnell ab und stirbt dann.
chronisch:
periodisch - Durchfall und Störungen des Allgemeinbefindens
oftmals apathisch und hat keinen Appetit, aber sein
Trinkbedürfnis ist erhöht.
eine ständig wiederkehrende Erkrankung, die irgendwann
ebenfalls in ein akutes Stadium übergehen kann.
Ursache:
chronisch - oftmals durch Fehler in der Ernährung
- salzhaltige Speisen oder Vitamin-A-Mangel,
langandauernde Medikamenteneinnahme und eine gestörte
Trinkwasseraufnahme* (bzw. beides zusammen).
akut - Vergiftungen durch Kochsalz,
Chemikalien oder Metalle. Hierbei kann sogar etwas
Blut im Kot enthalten sein.
Schimmelpilze,
häufige Infektionskrankheiten.
Viele Nierenentzündungen werden auch durch Bakterien
hervorgerufen.
Behandlung:
Bei Verdacht auf Nierenentzündung sollte man
den Tierarzt aufsuchen, damit er die genaue Ursache
herausfinden kann.
Das geschieht durch gewisse Untersuchungsmethoden
- Röntgen (um einen eventuellen Tumor oder Gichtablagerungen
festzustellen) oder Blutabnahme (Feststellen des Harnsäurespiegels).
Danach wird der Vogel entweder mit Antibiotika behandelt,
wenn eine Infektionskrankheit vorliegt oder Infusionen
/ Injektionen verabreicht, um dem Körper Vitamine
u. Mineralstoffe zuzuführen, die er durch die
Ausscheidungen verloren hat. Die Heilung einer Nierenentzündung
ist nur in seltenen Fällen möglich, meistens
bleibt eine vorgeschädigte Niere zurück.
Der Vogel wird sein Leben lang empfänglich für
diese Krankheit sein.
In solchen Fällen und unterstützend sollte
eiweißarmes, aber vitaminreiches Futter gereicht
werden (Grünfutter und Obst). Dem Trinkwasser
sollte man Vitamin-A zufügen (während
der Behandlung mit Vitamin-A Injektionen vom Tierarzt
natürlich kein zusätzliches Vitamin im
Trinkwasser) und darauf achten, dass der Vogel auch
reichlich Flüssigkeit zu sich nimmt. Der Vogel
braucht sehr viel Wärme.
Auf jeden Fall beachten - Tabu: Chips, Salzstangen
oder andere gesüßte oder salzhaltige
Speisen.
Aufpassen bei: Chemikalien, Medikamenten, Metallfolien,
Blei, Zinn oder Zink und giftigen Zimmerpflanzen,
zu denen der Vogel Zugang hat.
*Bei Vögeln, die ihre Vitamine über das
Trinkwasser beziehen, weil sie zum Beispiel kein Obst
und Grünzeug anrühren, könnte es passieren,
dass sie zuwenig trinken, da das mit Vitaminen versetztes
Wasser leicht bitter ist. Das sollte beobachtet werden,
nach Möglichkeit kann man ab und zu eine Prise
Traubenzucker dem Trinkwasser beigeben, so dass der
bittere Geschmack nicht mehr wahrgenommen wird.

Nierengicht
Bei der Gicht unterscheidet man zwei Formen: Die Eingeweidegicht,
die hauptsächlich Nieren, Herz u. Leber befällt
und die Gelenkgicht, welche sich durch Schwellungen
und Schmerzen in den Gelenken bemerkbar macht. Gicht
entsteht, wenn die Nieren nicht mehr einwandfrei arbeiten,
dabei steigt der Harnsäurespiegel im Blut und
Abfallprodukte wie die Harnsäure lagern sich
in Form von Uratkristallen im Nierengewebe oder in
den Gelenken ab.
Ursache:
falsche Ernährung,
Mangel an Vitamin A,
zu geringe
Wasseraufnahme etc.
Symptome:
äußerlich nicht zu erkennen - im Anfangsstadium.
Meistens besteht Durchfall und der Vogel ist teilnahmslos
- im fortgeschrittenen Verlauf Bleibt es unbehandelt,
kann es zum Tod führen - die Vögel magern
ab, werden zunehmend schwächer und bekommen Krämpfe.
Behandlung:
Eine Heilung ist so gut wie unmöglich, da
beim Auftreten der ersten Anzeichen, die Krankheit
schon weit fortgeschritten und die Nierenfunktion
stark beeinträchtigt ist. Man kann aber versuchen,
sogenannte Krankheitsschübe etwas aufzuhalten.
Die Nierengicht kann durch einen Tierarzt mittels
einer Röntgenaufnahme und einer Blutuntersuchung
auf Harnsäure festgestellt werden.
Zur Erleichterung der Krankheit gilt, wie bei der
Nierenentzündung auch, den Eiweißgehalt
des Futters zu reduzieren, damit nicht noch mehr Harnsäure
produziert wird. Es sollte frisches Obst, Grünfutter
und genügend Trinkwasser zur Verfügung stehen
und darauf geachtet werden, dass der Vogel eine ausreichende
Menge trinkt. Dem Trinkwasser kann zusätzlich
Vitamin-A und Vitamin-B12 zugesetzt werden. Bei Verweigerung
des Trinkwassers greifen viele Vogelhalter zu folgendem
Trick: Eine winzige Prise Traubenzucker wird zugesetzt.
Der Vogel sollte gut warm und trocken gehalten werden
- eine feuchte und kalte Umgebung ist strikt zu vermeiden.

Psittakose
Infektiöse, kontagiöse Erkrankung
Die Psittakose oder auch Papageienkrankheit genannt,
wird heute auch unter dem Begriff Ornithose (Vogelseuche)
zusammengefasst, da man festgestellt hat, dass nicht
nur Papageien, sondern auch Tauben, Singvögel
und anderes Hausgeflügel daran erkranken können.
Die Psittakose wird durch Chlamydophila psittaci verursacht.
Ein obligat intrazellulären Erreger, der ein
weites Wirtsspektrum umfasst. Sie ist ebenso auch
auf dem Menschen, wie auch auf Säuger übertragbar
(Zoonose). Unbehandelt verläuft die Krankheit
für Mensch und Tier tötlich! Deshalb unterliegt
die Psitakose in Deutschland, Österreich und
der Schweiz der Anzeige- und Meldepflicht. Allein
schon bei Verdacht ist das zuständige Veterinäramt
zu informieren.
Papageien können durchaus nur Träger
des Erregers dieser Krankheit sein, ohne selbst
daran zu erkranken. Beim Menschen wirkt sie sich
wie eine Grippe mit Fieberschüben u. Kopfschmerzen
aus. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit
können 4 Monate vergehen.
Die Chlamydien werden über die Ausscheidungen
von Kot, Nasen- und Augensekret der infizierten Tieren
verbreitet.
Symptome:
keine eindeutige Symptomatik.
Es kann zu ganz akuten Todesfällen kommen - gerade
bei Jungtieren.
Aber auch zu chronischen Atemwegserkrankungen.
meiste Kennzeichnung - Entzündung der Bindehäute
des Auges - eitriger Ausfluss,
Durchfall - wässriger grünlicher-gelber
Kat, evtl mit Blutbeimengungen.
Schnupfen,
Niesen und andere Atembeschwerden.
im akutem Stadium - fast alle Vögel - kaum Nahrungsaufnahme
plustern
sich auf und sind apathisch.
Evtl. auch zentralnervöse Störungen wie
Zitter, Krämpfen oder Lähmungserscheinungen.
Der Tod tritt nach Ausbruch
der Krankheit oft innerhalb von 2 - 10 Wochen ein.
Behandlung:
Die Diagnose kann aufgrund der Untersuchung eines
Kloakenabstriches oder durch Einsendung einer frischen
Kotprobe an das Veterinäruntersuchungsamt gestellt
werden. Ist der Befund positiv, hat man den Anweisungen
des Amtstierarztes gemäß der Psittakose-Verordnung
des Tierseuchengesetzes Folge zu leisten. In seltenen
Fällen wird auch die Tötung des Bestandes
angeordnet.
Ratsam ist es daher immer wieder, bei Neukäufen
eine Qurantänezeit von mindestens 2 Wochen ein
zu halten.

Rote Vogelmilbe

Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) ist ein
ca. 0,6-1,0 mm großer weißer blutsaugender
Ektoparasit, dessen Körper sich durch die Aufnahme
des Blutes rot färbt.
Daher stammt auch der Name Rote Vogelmilbe oder Blutmilbe.
Sie kann durch Neuzugänge oder Wildvögel
(Außenvoliere)eingeschleppt werden.
Diese nachtaktive Milbenart hält sich nicht nur
auf den Vögeln auf. Tagsüber leben sie in
Ritzen, Spalten, im Nistmaterial oder auf Sitzstangen.
Nachts suchen sie die Vögel auf, um sich von
ihrem Blut zu ernähren, weshalb sich die Unruhe
der befallenen Vögel in dieser Zeit deutlich
verstärkt.
Symptome:
Unruhe,
Schlaflosigkeit,
häufiges Putzen und
Kratzen, besonders am Abend und nachts.
Außerdem
Blutarmut.
Bei Gelege: Teilweise wird das Gelege nicht mehr aufgesucht,
Nestlinge
zeigen Entwicklungsstörungen und können
an Entkräftung sterben.
Behandlung:
Da die Rote Vogelmilbe bis zu ca. 6 Monate ohne Blut
überleben kann, reicht eine einmalige oberflächliche
Desinfektion nicht aus.
Die gesamte Umgebung muß desinfiziert werden.
Eine Desinfektion der Käfige/Volieren und dem
Zubehör kann nur dann erfolgen, wenn die Vögel
nicht dabei sind, da die Tiere die giftigen Dämpfe
sonst einatmen würden.
Diese Behandlung muß nach wenigen Tagen wiederholt
werden, da Insektizide nur die erwachsenen Milben
abtöten, nicht die Eier.
Die Rote Vogelmilbe kann auch auf den Menschen oder
andere Haustiere übertragen werden.
Die Rote Vogelmilbe kann während des Blutsaugens
unter anderem Viren, Salmonellen oder Chlamydien übertragen.

Schnabeldeformation
Bei einem gesunden Vogel passen Ober- und Unterschnabel
genau aufeinander und schleifen sich gegenseitig ab.
Verschiedene Ursachen sind möglich.
Symptome:
Ober- und Unterschnabel passen nicht mehr aufeinander.
Der
Schnabel wächst und wird immer länger.
Mit der Zeit können Fehlstellungen und Verkrümmungen
auftreten, die so schlimm werden können, dass
der Vogel kaum noch Nahrung aufnehmen kann und somit
verhungert.
Ursache:
falsche Fütterung,
kann entweder angeboren sein,
bei manchen älteren Vögeln könnte auch
eine Stoffwechselstörung, wie Leberprobleme oder
Mangelernährung vorliegen,
durch eine Knochenanomalie,
plötzlich auftretende Schnabeldeformation ist
oft die Folge eines Unfalls. Brüche oder Verschiebungen
führen dann zu einem fehlerhaften Schnabelschluss.
Behandlung:
bei einer leichten Schnabeldeformation, nicht unnötig
den Schnabel kürzen solange er noch fressen kann
- hat meist zur Folge, dass er dann noch schneller
wächst.
Bieten Sie besser Zweige zum Benagen
an und weniger Weichfutter, damit der Schnabel wieder
"Arbeiten" muss.
Unbedingt Rücksprache mit einem Tierarzt halten,
ob eine Schnabelkorrektur angebracht ist, denn das
Schnabelhorn ist auch sehr empfindlich. Es kann beim
Beschneiden leicht brechen und die Blutgefäße
reichen bis weit in die Spitze hinein.
Falls Sie dem Vogel selber den Schnabel kürzen
möchte, sollte Sie bei eventuellen Blutungen
immer ein Wattestäbchen mit einer blutstillenden
Tinktur, z.B. Eisen-III-Chlorid) in Griffweite halten.
Schneiden Sie den Schnabel mit einer scharfen Nagelschere
oder einem Nagelclip. Anschließend mit einer
Nagelfeile glattgefeilt. Sollte es zu einer Verletzung
kommen, wird das Wattestäbchen mit Eisen-III-Chlorid
getränkt und fest auf die blutende Schnittstelle
gedrückt.
Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie es lieber von einem
Tierarzt machen, denn es besteht bei dieser Prozedur
starke Blutungsgefahr, die dann nur der Tierarzt mit
einem Thermokauter stoppen kann.
Bitte beachten: Durch das schneiden des Schnabels,
provoziert man erst recht das Wachstum. Meistens muss
man dann alle 4 Wochen schneiden oder zum TA.

Schreckmauser
Ursache:
Angst und Schrecken.
In der Natur können Vögel
in Gefahrensituationen plötzlich alle Schwanzfedern
und Teile des Kleingefieders abwerfen. Dabei bleibt
die Flugfähigkeit erhalten und der Vogel kann
so dem Angreifer entfliehen. Die so verlorenen Federn
wachsen relativ schnell wieder nach, meistens noch
vor der normalen Mauser.

Schnabelräude
Grabmilben sind hier am Werk,die sich durch die Hornschichten
der Vogelhaut bohren und sich von dem dabei anfallenden
Zellmaterial ernähren.
Symptome:
Borkige, mit winzigen Löchern durchsetzte Beläge
am Schnabelwinkel, um die Augen oder die Nasenöffnungen.
Ist die Schnabelräude erst einmal ausgebrochen,
kann sie sich mit der Zeit auch auf die federlose
Beinhaut und die Gegend um die Kloake ausdehnen.
Ursache:
Bereits im Nest werden die Parasiten auf die Jungvögel
übertragen. Aber noch gut eineinhalb Jahre können
vergehen, bis die ersten Symptome sichtbar werden.
Viele Vögel sind latent infiziert. Das bedeutet,
daß sie durch den Milbenbefall nicht merklich
erkranken, solange ihre Abwehrkraft nicht durch andere
Erkrankungen oder Fehlernährung geschwächt
wird.
Behandlung:
Die erste Behandlung muß der Tierarzt vornehmen.
Mit speziellen Lösungen weicht er die Borken
auf und löst sie vorsichtig ab. Die Krusten enthalten
Milben und Eier und müssen sorgfältig vernichtet
werden. Anschließend muss der Vogelbesitzer
die betroffenen Stellen weiterbehandelt, indem er
sie täglich mit einer milben abtötenden
Flüssigkeit betupft. Scheue Vögel, die nicht
täglich gefangen werden können, erhalten
ein Präparat, das in größeren Zeitabständen
auf den Nacken aufgetropft wird. Es verteilt sich
dann in der Haut und läßt die noch vorhandenen
Milben nach und nach absterben.

Tumore
Tumore treten im Bereich Leber und Niere häufig
auf, meist im Alter von 3-4 Jahren. Sie enden stets
tödlich. Allerdings kann ein Vogel, der nachfolgende
Symptome aufweist und bei dem auf dem Röntgenbild
z.B. eine vergrößerte Leber (das kann
nur ein Tumor oder eine akute Leberentzündung
sein) noch etwa 1 Jahr leben, teils sogar recht
gut.
Symptome:
plötzlich matt,
teilnahmslos,
frisst/bewegt sich wenig.
Der Kot ist zunächst mit einer leichten Grünfärbung
versehen, später weißlich und flüssiger
als sonst.
Der schwarze Bestandteil fehlt nachher völlig.
Dem Vogel geht es schnell besser - Krankheitsschübe
kommen in immer kürzeren Abständen (zunächst
nach Monaten, dann im Wochenabstand).
erbricht - nur Schleim.
Trotz einer Art Durchfall ist der Popo nicht verklebt.
Ansonsten völlig normal - außerhalb der
Schübe merk man ihm am Verhalten nichts an.
Am Ende - so laut Berichten - sind sie am vorletzten
Tag etwas matt, am Abend des folgenden Tages fangen
sie an zu brechen und können nur noch Krümel
von Haferflocken fressen.
Erbrechen kommt permanenter, am Ende kann der Vogelarzt
noch nicht einmal das Kontrastmittel zum Röntgen,
das beruhigend auf den Magen wirken soll, in den
Vogel bringen, er erbricht es sofort.
Trotz einer Infusion ist der Vogel dann am nächsten
Morgen völlig entspannt - ohne großes
Quälen - vermutlich an einem Herzschlag vor
Schwäche gestorben.
Behandlung:
Langfristig leider nicht.
Aber noch einige Monate ein sehr schönes Leben
geben:
Regelmäßig zum Tierarzt,
Vogelkohle ins Futter,
Multivitamintropfen (z.B. Vitacombex V jeden Tag
2 Tropfen).
Bei Unwohlsein auch schon mal stark verdünnten
Schwarztee, Pfefferminztee.
Ferner: Sittichstärkung (ein besonderes Futter,
das Wildsamen enthält),
Hafenflocken anbieten,
viel Beschäftigung - zur Ablenkung.
Tumore sind nicht operativ.

Verhornung der Haut (Hyperkeratose)
Hierbei handelt es sich um eine übermäßige
Verhornung der Haut, hauptsächlich des Ständers,
bei Wellensittichen treten sie aber hauptsächlich
an der Unterseite der Füße auf. Durch
diese Auflagerungen stellen sich Durchblutungsstörungen
ein.
Symptome:
Die Füße können stark anschwellen
und werden daher auch nicht mehr belastet. Aus diesen
Verhornungen können sich sehr schnell Sohlengeschwüre
entwickeln.
Ursache:
durch Fehlbelastung,
durch Übergewicht,
zu dünne Sitzstangen,
können aber auch die Folge von Vitamin-A Mangel
sein.
Bei Wellensittichen, die nicht gerne Obst und Grünfutter
fressen, kann es sogar passieren, dass die Nasenlöcher
zuwachsen.
Behandlung:
Die Hornschichten des Ständers bzw. der Füße
werden vorsichtig mit Salicylöl (Salicylsalbe)
oder Vitamin-A-Salbe aufgeweicht.Dabei darauf achten,
dass das Öl nur ganz dünn auf die betroffenen
Stellen gestrichen wird, niemals darf es in die Nasenlöcher
geraten. Salicylöl ist eine hornaufweichende
Substanz, die meistens rasch wirkt, möglich ist
auch Sonnenblumenöl oder ein anderes gutes und
unbehandeltes Speiseöl benutzen, dann dauert
es aber länger. Für die Füße
und Ständer kann man auch Teebaumöl verwenden.
Vorsicht, Teebaumöl sollte gut eingerieben werden,
bevor es der Sittich ableckt. Das ätherische
Öl ist zu konzentriert für ihn. In fortgeschrittenen
und hartnäckigen Fällen benötigt so
ein befallener Vogel mehrere Vitamin-A-Injektionen
von einem Tierarzt. Für die Wachshautverhornung
Nase verfährt man am besten wie unter Übermäßige
Verhornung der Wachshaut (Hypertrophie) beschrieben.
Zur Vorbeugung der Schnabelverhornung sollte für
eine ausreichende Vitaminzufuhr gesorgt werden. Bei
einer Neigung zu Verhornungen der Füße
und Beine sollte man für unterschiedlich dicke
Sitzstangen sorgen, aber niemals zu dünn, am
besten nimmt man hierfür Zweige von Obstbäumen,
die nicht gespritzt wurden. Die Zweige sollten vorher
gut gebürstet und gewaschen werden.

Verhornung der Wachshaut beim Weibchen (Hypertrophie)
Besonders bei (älteren) Wellensittichweibchen
kommt es durch hormonelle Umstellungen oder Mangelernährung
zu einer überschießenden Bildung der
Schnabelwachshaut, die oft auch mit einer dunkleren
Verfärbung einhergeht. Die Wachshaut ist stark
verhornt und bröckelig und baut sich in mehreren
Schichten zusammen, bis oftmals ein richtiges Horn
entsteht.
Man sollte darauf achten, dass bei dieser Veränderung
nicht die Nasenlöcher zuwachsen. Sollte das
der Fall sein, dann reibt man diese Wucherung einige
Tage mit Lebertran-, Vitamin-A-Salbe oder Speiseöl
ein. Danach ist das Horn so weit aufgeweicht, dass
man es ganz vorsichtig mit einem weichen Papiertuch
abnehmen kann, oftmals fällt es aber auch von
ganz alleine ab. Wenn es sich nicht von alleine
löst, muss man die Prozedur des Einweichens
noch einige Tage wiederholen.
Die etwas wunde Haut darunter kann dann wiederum
eine zeitlang mit Vitamin-A-Salbe behandelt werden.

Verstopfung
Symptome:
erhöhte Kraftanstrengung beim Kot ab setzen.
Dabei schüttelt er, während des Kotabsetzens,
den Hinterleib hin und her.
Auch kommt es zu Kotverklebungen rund um die Kloake.
Ursache:
Es gibt hierfür - genau wie bei Durchfall - verschiedene
Ursachen.
leichte Verstopfung - durch falsche Ernährung
und Bewegungsmangel verursacht
Tumor - Die Verstopfung wird dann durch den Tumor,
der auf die inneren Bauchorgane drückt, verursacht
(mechanischer Engpass).
Legenot beim Weibchen,
Darmentzündung ist seltener der Grund, da hierbei
in den meisten Fällen Durchfall auftritt, Ähnlichkeiten
bestehen hauptsächlich in der Anstrengung, mit
der der Wellensittich den Kot absetzt.
Behandlung:
leichte Verstopfung - mehr Obst und Gemüse anbietet
und ihm genügend Freiflug gewährt.
Auch
spielt eine genügende Flüssigkeitsaufnahme
eine wichtige Rolle.
Das Futter kann eine zeitlang mit Speiseöl (Sonnenblumenöl)
angefeuchtet werden, damit der Darminhalt etwas aufgeweicht
wird.
Auch die gereizte Kloake kann etwas mit Speiseöl
eingerieben werden.
Es sollte während dieser Zeit vermehrt geriebener
Zwieback angeboten werden.
Vor allen Dingen muss eine
Vergiftung ausgeschlossen werden, bevor man es mit
sogenannten "Hausmittelchen" versucht. Auch
hier sollte man sich die Frage stellen: Hat er an
irgendetwas geknabbert, was für ihn giftig ist?
Bei einer länger andauernden Verstopfung ist
auf jeden Fall immer ein vogelkundiger Tierarzt
zu Rate zu ziehen.
Dreherkrankheit
Vor allem betroffen von dieser Krankheit sind Agaporniden, Singsittiche, Nymphensittiche und auch
alle Neophemen. Als Nichtpapageien auch die Finkenarten.
Ursache:
Diese Krankheit, die eine Virenerkrankung ist, wird
vor allem durch den Handel von kranken Vögeln,
bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist,
übertragen.
Die Vögel sind selber noch nicht krank, scheiden
jedoch Viren aus. Diese Viren werden über
Kropfsekrete, Augenflüssigkeiten und auch Kot
übertragen.
Aufgenommen werden die Viren über Atmung und
Verdauung. Dabei verbreiten sich die Viren
im Körper und befallen die Organe, besonders
aber den Pankreas und das Zentrale Nervensystem, kurz
ZNS genannt.
Symptome:
Leichte Bewegungsstörungen,
Unsicherheiten im normalen Verhalten,
zentralnervöse
Störungen mit den gefürchteten Kreisbewegungen,
Schiefhaltung und/oder extremes Strecken des Kopfes
und Flugunfähigkeit.
Zittern des Kopfes, das durch Aufregung stärker
wird.
Lähmungserscheinungen recht häufig.
Behandlung:
Bedauerlicherweise gibt
es keine erfolgreichen Behandlungsmethoden. Man kann
die Vögel mit Vitaminen, Antibiotika und Elektrolyten
eine Zeitlang am Leben erhalten, mehr nicht.
Vorbeugend kann man einen kleinen Teilerfolg mit dem
Mittel Trituren zur teilweisen Immunisierung erreichen.
Um dem Vogel fressen und trinken zu ermöglichen,
müssen Futter und Wasser in direkter Reichweite
stehen.
Der Kot kann sich hell zu weißgelb verfärben.
Bei sehr guter Versorgung können die kranken
Vögel noch Wochen leben. Die Symptome des zentralen
Nervensystems sind lange anhaltend und die
Sterbensrate ist hoch.
Eine Diagnose kann durch die beobachteten Symptome
und durch Kropf- und Kloakenabstriche gestellt werden.
Auch wenn ein Neuzugang hinzugekommen ist, kann das
ein Hinweis sein. Denn auch Vögel ohne Krankheitsanzeichen
können Viren ausscheiden.
Mykoplasmose
Die Mykoplasmose (chronic respiratory disease "CRD")
ist eine noch wenig erforschte Erkrankung.
CRD ist ein, wie Chlamydien, obligat intrazellulärer
Erreger. Da sie gegenüber Umwelteinflüssen
und Desinfektionsmitteln sehr empfindlich sind, erfolgt
die Übertragung nur durch engen Kontakt.
Diese Infektion verläuft meistens chronisch.
Symptome:
schnupfenähnliche Symptomatik
Betroffen können auch der Darm, die Milz und
Leber sein (Röntgenbild)
Behandlung:
Hier wird gleich wie bei der Chlamydieninfektion behandelt.
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