Die Ernährung
Über Körnerfutter, Obst, Gemüse, Keim- u.Quellfutter.
Damit die kleinen "Kobolde" lange Gesund bleiben, benötigen sie eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung.
Dazu gehört neben dem Körnerfutter - Großsittichfutter - Obst und Gemüse:
Ich verfütter eine spezielle Züchtermischung, die im Handel
nicht erhältlich ist.
Weiter dürfen Grit - zum zermahlen der Körner -, Sepiaschale und Kalk-/Mineralstein nicht fehlen. Hin und wieder Ei - und Keimfutter. Dies sollte aber nicht zu oft verfüttert werden, da es den Bruttrieb anregt. Gerne wird auch Hirse angenommen.
Und natürlich täglich frisches Wasser.
Pro Vogel ist pro Tag ein Eßlöffel Körnerfutter zu empfehlen, plus täglich wechselndes frisch angebotenes Grünfutter (Kräuter, "'Unkraut" usw.)
Leider weiß ich, dass Obst und Gemüse nicht immer bis gar nicht angenommen wird. Da hilft nur immer wieder versuchen. Den Möglichkeiten, wie es gereicht wird, sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sei es als Stücke am Spieß, gerieben über´s Körner- oder Eifutter oder als selbst gebackene Knabberstangen.
Meine essen zb Möhren gerieben übers Eifutter, Banane mit Apfel in Knabberstangen, Annanas und Esskastanien (geschält) hängend am Spieß.
Sollten sie trotz immer wiederholten Versuches kein Obst und Gemüse fressen wollen, sollte man, unterstützend, Vitamintopfen dem Trinkwasser zu fügen.
Keimfutter sollte immer frisch selbst hergestellt werden. Man verwendet dazu spezielles Keimfutter oder die normale Körnermischung. Fertiges Keimfutter ist mit Konservierungsstoffen versetzt und deshalb nicht zu empfehlen.
Herstellung von Keimfutter:
Die Körner in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser gut durchspülen.
6-8 Stunden bei Zimmertemperatur einweichen. Hierbei müssen die Körner vollständig mit Wasser bedeckt sein, zwischendurch spülen und Wasser erneuern.
Nach dem Einweichen spült man die Körner unter kaltem fließendem Wasser durch.
Nun verteilt man sie im Sieb so, dass sie nicht aufeinander liegen und deckt das Ganze ab. Zb. mit einem Stück Fliegennetz, Nylonstrumpf o.ä. und einem Gummiband zur Befestigung.
Das Ganze darf nicht luftdicht abgedeckt sein.
Die Schüssel darf kein Wasser mehr enthalten und die Körner müssen Licht haben, aber kein direktes Sonnenlicht ( Keimsilo erleichter die Arbeit).
Täglich zweimal die Samen durchspülen (bitte nicht vergessen!).
Nach etwa 8 Stunden brechen die ersten Keimlinge durch und in diesem Stadium kann man das Keimfutter bereits verfüttern.
Vor dem verfüttern werden die Körner noch einmal im Sieb gründlich durchgespült, erst heiss und dann kalt, nun werden sie abgetropft.
Futter auf ein paar Lagen Küchenrolle ausbreiten, trocken tupfen und sofort anbieten.
Bitte beachten:
Die Samen sollten Sie nicht länger als 1cm keimen lassen, denn wenn der Keim lang und grün wird, kann er Bitterstoffe entwickeln und ist dann nicht mehr so bekömmlich.
Das Keimfutter muss innerhalb weniger Stunden von den Tieren verzehrt werden.
Reste bitte entfernen und nicht aufbewahren!
Vor dem Verfüttern von Keimfutter sollten Sie immer die Augen- und Nasenprobe machen: Wenn die Keime sauer riechen oder verschimmelt sind, bitte sofort wegwerfen!
Eine andere Möglichkeit ist, das Keimfutter als sogenanntes Quellfutter zu anzubieten.
Dazu die Körner einweichen (ca. 12 Stunden) und nach dem Einweichvorgang spülen und abtropfen und verfüttern.
Alle Keimgeräte müssen vor der Wiederverwendung sorgfältig gereinigt werden.
Wer sein Keimfutter zulange keimen lässt kann es auch einpflanzen und als zusätzliches Grünfutter anbieten.
Obst/Früchte darf folgendes verfüttert werden:
Apfel, Ananas, Aprikose (oh.Kern), Banane, Birne, Brombeere, Erdbeere, Himbeere, Pfirsich (oh.Kern), Orange, Melone, Johannisbeere, Mandarine/Clementine, Mango, Weintrauben , Kirschen (oh.Stein-n.zuviel-Durchfall), Pflaumen, Blaubeeren/Heidelbeeren, Hagebutte, Rosienen, Feige, Sandorn, Holunderbeeren, Kiwi.
Gemüse/Salat darf folgendes verfüttert werden:
Aubergine, Chicoree, Salatgurke, Maiskörner/Zuckermeis, Karotten, Blatt-Kopfsalat, Blattspinat, Tomate, Kohlrabi, Paprika,
Kräuter/Gewürze darf folgendes verfüttert werden:
Golliwoog, Sauerampfer, Melisse, Pfefferminze, Rosmarin, Vogelmiere, Petersilie, Hirtentätschelkraut,
Pflanzen/Blüten darf folgendes verfüttert werden:
Hibiskus, Lavendel, Schlehe, Sonnenblume, Ringelblumenblüten, Löwenzahn, Schafgabe,
Bitte nur immer in geringen Mengen verfüttern, da gerade wasserhaltiges Obst/Gemüse bei großen Mengen zu Durchfall führen kann.
Ganz Wichtig. Essen vom Tisch, Kekse, Süßes usw gehört nicht in Vogelmägen. |